Entgiften

Synergetische Effekte von Giften

Der Kern der Problematik von Vergiftungen in einer Größenordnung an der unteren chemischen Nachweisgrenze wird ausgedrückt durch die Grundformel LD1 + LD1 = LD100. LD 1 ist dabei die sogenannte lethale Dosis für ein Gift an einer 100er Gruppe von Versuchstieren. Gibt man einer Gruppe von Ratten gerade soviel Gift, z.B. Blei, das eine von 100 Ratten stirbt, so hat man die tödliche Dosis von LD1 für Blei. Gibt man einer zweiten Gruppe eine entsprechende Menge Quecksilber, dann hat man die LD1 für Quecksilber ermittelt. Gibt man einer weiteren Gruppe beide Gifte in der LD1 Dosierung, dann sterben alle Ratten.

Aus diesem Tierversuch lernen wir die wohl wichtigste Regel für subakute Vergiftungen auch beim Menschen: Gifte addieren sich nicht, Gifte multiplizieren sich nicht einmal, sondern Gifte potenzieren sich gegenseitig in ihrer toxischen Wirkung. Alle Überlegungen in Sachen gesetzlicher tolerierbarer Grenzwerte sind Makulatur, weil die Zusammenwirkung synergetisch erfolgt. Es kommt zu einer Wirkverstärkung mit unkalkulierbaren Ergebnissen. Jeder Beteiligte schiebt die Verantwortung auf die anderen Beteiligten. Konsequente Vermeidung ist der schmale Ausweg aus dem Dilemma unserer Umwelt.

Systemisches Denken notwendig

Die westliche Medizin fußt auf Erkenntnissen zur Wirkung von Stoffen auf den menschlichen Körper. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Wirkung baut sich ein gewaltiges Potenzial an Wirkstoffen auf. Immer potentere Stoffe sollen uns gesund machen. Bei dieser Denkweise wird übersehen, dass eine Krankheit keine einzeln zu betrachtende Funktionsstörung ist. Krankheit ist immer eine systemische Störung von fein ausbalancierten Gleichgewichten. Hier nach Ursachen zu forschen ist oft unzweckmäßig, da hinter allem eine enorme Komplexität steckt. Die lange Erfahrung mit Medizin und anderen Heilkonzepten zeigt, dass der Grundansatz der Medizin schon das Problem birgt: Zu meinen, die Einnahme irgendeines Stoffes könnte uns heilen, ist im besten Fall naiv, im schlimmsten Fall tödlich. Bestimmte Stoffe können die Hölle auf Erden bringen. Im Laufe von Jahrzehnten werden wir zu einer wandelnden Sondermülldeponie und am Ende setzen wir für die nächste Generation im Krematorium soviel Quecksilber frei, dass Krematorien die größten Quecksilberschleudern geworden sind.

Man hat zweifelsfrei festgestellt, dass auch geringe Belastungen, z.B. durch WLAN, schon gesundheitlich bedenkliche Wirkungen hervorrufen. Auch kleinste Mengen Alkohol haben bereits schädliche Wirkungen. Endokrinologen haben versuchsweise Gifte in Dosen von einem Millionstel des gesetzlichen Grenzwertes gegeben und die Dosis langsam erhöht, bis man eine Verhaltensänderung bei den Tieren beobachten konnte. Das passierte schon bei einem Tausendstel des Wertes.

Das Problem ist die Überlagerung von verschiedenen Belastungen durch Gifte, elektromagnetische Wellen und Stress. Die größte Belastung geht dabei von permanent vorhandenen Belastungen aus. Es ist wesentlich problematischer, dauerhaft einem Gift in winzigster Menge ausgesetzt zu sein, als eine einmalige Portion aufzunehmen. Zum einem überlagert sich die Grundbelastung extrem verstärkend über die einmaligen Belastungen, zum anderen wirkt die Dauerbelastung hinunter bis zu einer tieferen besonders schutzbedürftigen Ebene unseres Körpers. Es ist ganz besonders wichtig, schädliche Dauereinwirkungen zu finden oder zu erkennen und zu beseitigen.

Schadstoffe gehen auf die Nerven, also aufs Gehirn

Forscher fanden heraus, dass Depressionen körperlicher sind als bisher vermutet. So handelt es sich um Entzündungen, auf die der Körper mit Depressionen reagiert. Versuche mit Antibiotika deuten darauf hin, dass die Entzündung die Depression verursacht. Es gibt Hinweise auf Schwermetalle in bestimmten Hirnarealen. So vermutete der Toxikologe Dr. Max Daunderer , dass Quecksilbereinlagerungen im linken Pallidum (ein Hirnareal) Depressionen auslösen. Entzündungen sind der Versuch des Körpers, Schadstoffe aus dem Gewebe zu bekommen. Gelingt dies nicht, so kann man bei chronischen Entzündungen eine Verkalkung beobachten. Verkalkung ist wahrscheinlich nicht die letzte Option des Körpers, eine nicht entfernbare Schadsubstanz zu bekämpfen. Es ist zu vermuten, dass die zahlreichen Autoimmunerkrankungen diese letzte Option für den Körper darstellen. Dabei geht es z. B. um Fibromyalgie, ALS und MS. Auch die bei Frauen häufige Hashimoto-Erkrankung der Schilddrüse ist eine solche Autoimmumerkrankung. Das vom Immunsystem angegriffene Gewebe kann entfernt werden, und es werden dann künstliche Schilddrüsenhormone gegeben. Die Schilddrüse ist eines der Organe, die bei körperlichen Schadstoffbelastungen am stärksten betroffen sind. Ähnlich wie Nieren, Leber und Gehirn sammeln sich die Gifte an und können nur schwer wieder entfernt werden. Ob die Entfernung von betroffenem Gewebe die günstigste Variante darstellt, um das Problem zu lösen darf bezweifelt werden. Es ist jedoch die einzige, die die Medizin anbietet.

Interessanterweise kann man bei Standard-Bluttests keine relevanten Mengen von Schwermetallen erkennen. Als Philippinische Minenarbeiter eine akute Quecksilbervergiftung erlitten hatten, war im Blut alles ok. Es war eine Vollbluttanalyse, die die Schwermetallbelastung nachwies. Mit einem üblichen Bluttest wären diese schwer Erkrankten als Simulanten nach Hause geschickt worden. So konnte ihnen mit Hilfe der Gabe von oralen Chelatbildnern geholfen werden. Diese Chelatbildner werden auch eingesetzt zur Therapie von chronischen Vergiftungen. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass diese Chelatbildner auch große Mengen an Schadstoffen im Körper freisetzen und zu einer starken Vergiftung und schweren Erkrankungen führen können. Hier wird diese Art der Entgiftung nur für akute Fälle empfohlen.

Inzwischen wurden auch in den Gehirnen von Alzheimer Patienten erhöhte Konzentrationen von Quecksilber und Aluminium gefunden.

Wer erkrankt ist und die Erfahrung gemacht hat, dass ihn die Medizin nicht gesund machen kann, wird sich mit den Empfehlungen auf dieser Seite leichter anfreunden als Leute ohne Beschwerden, weil Gifte als die wichtigste Ursache von Erkrankungen, noch nicht allgemein akzeptiert ist.