Das Wesen der Psychose

Wann sprechen wir von Psychose

Eine Psychose zu diagnostizieren ist eine folgenschwere Entscheidung. Heißt es doch, das der Patient schwer Einsicht und Einfluss nehmen kann in seine Beschwerden. Psychosen sind schwere psychische Störungen mit starken Verhaltensauffälligkeiten. Psychosen bedingen Verhalten, in das der Betroffene keinen Einblick hat und die er nicht willentlich beeinflussen kann. Durch eine Psychotherapie kann bestenfalls der Umgang mit der Erkrankung verbessert werden. Zur Therapie werden Neuroleptika eingesetzt. Viele der neuen Neuroleptika haben weniger Nebenwirkungen und keinen oder kaum Wirkverlust. Den Betroffenen ist damit ein relativ bewchwerdefreies Leben möglich. Diese Medikamente sind im Falle von Psychosen ein wirklicher Segen. Es gibt sehr viele individuelle Ausprägungen von Psychosen. Unser Nervensystem kann auf der untersten Ebene empfindlich gestört sein. Hier kommen dann sogenannte Neuroleptika zum Einsatz. Die Verantwortung des Arztes beim Einsatz dieser Medikamente ist sehr hoch, weil teilweise schwere Folgeschäden auftreten. Auch hier gilt es alle Ursachen in der Lebensweise aufzuspüren und zu ändern. Gerade auf dieser Ebene ist unser Gehirn durch Ernährung, Bewegung und körperorientierte Therapien ansprechbar. Im zu schnellen Entzug kommt es zu psychotischen Erscheinungen, diese sind aber vorübergehend und können durch langsames Ausschleichen ganz vermieden werden. Mir scheinen die psychotischen Symptome auf einer Überschreitung der körperlichen Kompensationsmöglichkeiten bei einer Vielzahl von Fehlfunktionen auf der untersten Ebene des Gehirns an wichtigen Stellen zu beruhen. Als psychiatrischer Laie sollte ich mir hier kein Urteil erlauben. Trotzdem kann ich es mir nicht verkneifen hier Zweifel an der Kompetenz der Psychiatrie zu äußern. Ich habe zu viele Leute unter offensichtlich falscher Medikamentation leiden sehen.

Bei dieser Erkrankung gleich welcher Prägung, sollte immer zuerst auf den Menschen und seine Fähigkeit zur Selbständerung gesetzt werden. Man darf sich niemals durch die Handlungen eines Menschen täuschen lassen, es gibt immer Wege den Menschen in seine Mitte zurückzuführen. Gerade bei komplexen Störungen sind viele gefordert, einen Menschen zu retten.

Der Weg aus einer Psychose ist schwer, alle Akzeptanz kommt einem Aufgeben des Betroffenen gleich. Ich habe mit vielen Menschen gesprochen, die mit dieser Diagnose konfrontiert waren und mit problematischen Medikamenten nach Hause geschickt wurden. Nach meinem Kenntnisstand sind dies die schwersten Fehler der Medizin. Wenn man bedenkt, wie wirksam oft simple Methoden, wie die hier vorgestellten helfen, dann darf man an unserem Gesundheitswesen ernsthaft (ver-)zweifeln.

Wenn man durch Bewegung, Entspannungsübungen und Ernährung den Gehirnstoffwechsel so verbessert, das die Beschwerden einfach verschwinden, so kann man kaum, als erstes zu Medikamenten greifen. Menschen die gerade Probleme haben, haben dann oft erst richtige Probleme. In einer Klinik habe ich den vorbildlichen Umgang mit schweren psychischen Störungen beobachtet. Die Patienten werden von mehreren Fachleuten begutachtet, bevor die Diagnose gestellt wird und eine Therapie, ohne den Einsatz von die Persönlichkeit verändernden Medikamente begonnen wird.