Spiritusliber Methode

Spiritusliber 3-Phasen-Methode

1.Phase: Meine Empfehlung ist, zuerst und quasi sofort die Ernährung zu verbessern. Anschließend schaut man sich die empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel an. So gerüstet braucht man einen Zahnarzt mit Expertise bei der Entfernung von Amalgamfüllungen. Nach der Entfernung sollte man nur die Vulkanerde Bentonit, Chitosan oder Pektin zur Bindung von Giften im Darm nutzen. Alles andere könnte zuviel Gift mobilisieren. Selbst harmloses Bentonit sorgt durch die Entgiftung des Darmes für ein osmotisches Gefälle. D.h. die Konzentration von Schwermetallen und anderen Giften wird soweit verringert, daß im Körper eine Verschiebung in Richtung dieses Gefälles beginnt. Insbesondere die Leber erhält ein starkes Signal zur Entgiftung. Das kann anfangs starke Beschwerden verursachen, ist aber keine Nebenwirkung des Bentonit, sondern der starke Start körpereigener Entgiftung. Wer hiermit zu kämpfen hat reduziert die Dosis auf eine Messerspitze pro Tag oder probiert erstmal die anderen Empfehlungen. Nach Abschluss der Zahnsanierung läuft die Zeit für uns. Der Körper entgiftet ohne Hilfe langsam, aber heilt die Beschwerden nicht zu 100%. Empfehlenswert ist eine umfassende Optimierungsstrategie für die Gesundheit mit allen Aspekten und vor allem Geduld. Später, wenn man sich kräftiger fühlt kann man immer noch beschleunigen.

2.Phase(frühestens 3 Monate nach der Zahnsanierung): Ich empfehle testweise Sauna und mehr Bewegung, um die Schweißproduktion zu steigern. Die Wirkung von 1 Liter Schweiß kann man mit der Wirkung von einer Tagesdosis von Chelatoren wie DMPS und DMSA vergleichen. Es ist eindeutig sicherer und nebenwirkungsärmer durch Schwitzen zu entgiften, als durch chemische Chelatoren. Jetzt kann auch versucht werden, Bärlauch einzusetzen. Alternativ könnte auch Ziegenmolke oder notfalls Kuhmolke zur Steigerung der Gluthationproduktion eingesetzt werden. Ausprobieren geht über studieren. Auch liposomales Glutathion ist einen Versuch wert. Nach meiner Erfahrung das wertvollste Mittel zur Entgiftung, weil sich die Nebenwirkungen in Grenzen halten und eine Rückvergiftung bei richtiger Anwendung unwahrscheinlich ist. Liposomales Glutathion verbraucht nicht die körpereigenen Mineralvorräte.

Man kann es praktisch nicht vorhersagen, wer auf welche Mittel günstig reagiert. Wichtig ist, immer wieder Erholungspausen einzulegen. Die Fortschritte sind sehr individuell. Wichtig ist es, dranzubleiben. Es lohnt sich verschiedene Methoden auszuprobieren. Ich rate zur größtmöglichen Vorsicht beim Einsatz von Stoffen, die helfen sollen – immer nur ganz langsam einsteigen und eventuell auch ganz langsam aussteigen. Wer empfindlich ist wird wissen, was ich meine.

Folgende Stoffe unterstützen die Entgiftung und stabilisieren die Entgiftungsfunktionen, in der Reihenfolge wie sie ausprobiert werden sollten:

Magnesium, Zink,  Vitamin B als Gruppe (Vitamin B12 nicht als Cyanocobalmin sondern z.B. als Hydroxocobalmin), Vitamin D (bitte nur wenig),Vitamin C (vorsichtig anfangen), Vitamin E (bitte nur die natürliche Form)

Ab hier stehen die Stoffe, die viel Schwermetalle mobilisieren oder binden:  

Vitamin C (in hoher Dosis Vorsicht), R- Alphaliponsäure,

Taurin, MSM, SAM,  NAC, Selen,  organisches Germanium, Molybdän, Chlorella, Sprirulina, AFA,  Curcuma, Bentonit, Ferrulith, Chlorophyll, Weizengraspulver, Sauerkraut und andere Ballaststoffe. Grundsätzlich sollte man diese Stoffe langsam in der Dosis steigern und nur Kurmäßig anwenden. Das gesamte System braucht Phasen der Erholung! Natürliche Quellen sind zu bevorzugen, da die Stoffe leichter und langsamer aufgenommen werden. Auch sind natürlicherweise zusätzlich benötigte Stoffe in natürlicher Quelle dabei. Beispiel Nüsse: Sie liefern nicht nur Zink in verträglicher Form, sondern Kupfer in entsprechender Menge so das ein Kupfermangel als Folge von Zinkzufuhr ausgeschlossen ist.

3. Phase: Die aktive Entgiftung mittels einer der oben gezeigten Methoden bis alle Beschwerden verschwunden sind. Eventuell wird man dazu die Methoden wechseln müssen. Ich empfehle vorsichtig und möglichst früh liposomales Glutathion zu verwenden. Am sichersten startet man mit 50-100mg Glutathion in liposomaler Form. Normales Glutathion ist nicht geeignet, weil es im Verdauungsystem zersetzt wird oder durch den langen Aufnahmeweg über den Darm, dann schon mit Gift beladen in den Zellen seine Fracht ablädt. Liposomales Glutathion ist sehr kräftig in der Entgiftung ohne dabei die Giftspreicher zu mobilisieren und eine unerwünschte gefährliche Umverteilung zu bewirken. Gerade für sehr empfindliche Leute ein sanfter und potenter Start aktiver Entgiftung. Besonderer Vorteil ist, das liposomales Glutathion keine Mineralien verbraucht. es wirkt sowohl im Darm, in der Leber und im Nervensystem positiv und gleichzeitg. Nach Gewöhnung an die Höchstdosis von 400mg pro Tag für maximal 3 Wochen im Stück, kann zusätzlich Vitamin C und R-ALA eingesetzt werden. Beides mobilisiert stark und sollte unbedingt durch die stärker bindenden Stoffe wie Liposomales Gluthation, Bentonit wieder ergänzt werden. Als finale Methode für Entgiftung der Schwermetalldepots empfehle ich nach heutigen Kenntnisstand die Methode von Dr. Andrew Cutler (ACC Andrew Cutler Chelation).

Vorsicht, Vorsicht und nochmals Vorsicht!

DMSA und DMPS können in Deutschland nur durch Ärzte eingesetzt werden. Im seltenen Fall einer akuten Vergiftung sind sie sinnvoll. Bei chronischen Vergiftungen können sie eine starke Verschlechterung bewirken, weil sie das beschädigte Entgiftungssystem durch Freisetzen von Giften aus Speichern belasten. Es kommt zu Schäden durch die eigenen Gifte. Dabei können bislang nicht beschädigte Nerven verletzt werden, im schlimmsten Fall entstehen Autoimmunkrankheiten oder Lähmungen. Das passiert bei vielen Leuten schon durch die Einnahme der hier aufgelisteten Nahrungsergänzungen. Im Rahmen des Cutler-Protokolls kann diese Wirkung minimiert werden. Ich würde erst das körpereigene Glutathion (GSH) System soweit aufbauen, dass es einem gut geht und man die Belastungen durch das Räumen von Giftspeichern ertragen kann. Die gehirnentgiftende Wirkung von ALA ist umstritten. Wahrscheinlich hilft ALA die natürliche Entgiftungsfunktionen der Gehirnzellen zu stärken.

Nach der größtmöglichen körperlichen Entgiftung verlagern sich die Beschwerden auf die Psyche und den Kopf. Das ist keine Umverteilung, sondern die natürliche Reihenfolge in der der Körper entgiftet. Das kann frustrieren, wenn man immer stärker mit psychischen Problemen zu tun hat. Mit einem guten Management von Zeit, Ernährung, Bewegung, Belastung und Erholung wird man auch diese letzte Phase überstehen. In dieser Phase sehe ich die Stärken des Cutler Protokolls, weil die erreichte körperliche Stabilität zum intensiven Entgiften speziell von Gehirn und Nervensystem genutzt werden kann.

Meine eindringliche Bitte an alle, die sich als schwermetallbelastet sehen: Bitte ganz viel Geduld mitbringen. Den Körper entgiftet man nicht mal eben mit ein paar Smoothies von Schwermetallen. Diese extrem giftigen Stoffe stecken in allerkleinster Menge verteilt im gesamten Körper. Sie zu entfernen ist gefährlich wie ein Giftmülltransport. Sie dort zu belasten ist keine gute Option, da sie über Jahrzehnte schaden. Im Alter haben wir dann kaum noch Möglichkeiten diesen Giftmülltransport zu leisten. Ich bin davon überzeugt meine beiden Eltern durch diese Problematik viel zu früh verloren zu haben.