Angststörungen

Mein Weg heraus

Ich bin kein ängstlicher Mensch, meine Angst kam plötzlich. Nachdem ich Lecithin ausprobiert und wieder weggelassen habe, wurde ich empfindlich. Mich störte praktisch jede soziale Begegnung, es ging mir alles noch so Banale sehr nahe. Eines Tages kam es zu einer Panikattacke. Ein übles Erlebnis von extremer körperlicher Angst. Ich bekam Schweißausbrüche, Herzrasen und konnte mich nicht mehr konzentrieren. Nach Stunden beruhigte ich mich, aber der Schreck sass tief. Ich brauchte Tage, um mich auf das normale Beschwerdeniveau zu erholen.

Damals hatte ich keine Ahnung, außer das ich ganz sicher nicht erneut eine medikamentöse oder psychotherapeutische Behandlung wie für meine Schlafstörungen starten wollte. Die hatte nämlich nicht nur nichts gebracht, sondern die Medikamente waren sehr schwer abzusetzen und hatten mich im Geiste ziemlich beschädigt.

Hier gehe ich auf den psychologischen Aspekt der Angst ein. Mit dem Werkzeugkasten der Psychologie lässt sich die richtige Einstellung zur Angst finden. Man geht funktionaler damit um und steigert sich beim Auftreten nicht so da hinein. Die eigentliche Ursache ist viel körperlicher, als die Psychologie und die Psychiatrie annimmt.

Wie denke ich heute darüber?

Es ist wichtig sich mit psychologischen Mitteln mit seiner Angst auseinander zu setzen. Dabei macht es keinen Unterschied, um welche Form von Angst es sich dabei handelt. Innere Klarheit im Verständnis der eigenen Ängste ist auf jeden Fall deeskalierend und lässt die phasenweise auftretende Angst besser wahrnehmen.

Heute würde ich als Erstes prüfen, ob meine Säure- Basenhaushalt in der Balance ist. Falls nicht sollte man zuerst und ausschließlich Natriumbicarbonat so lange zum Ausgleich nehmen, wie der Morgenurin noch nicht basisch ist.

Wer mag nimmt zusätzlich 1 Bio-Banane pro Tag, die enthalten auch etwas Dopamin und sind auch die Inhaltsstoffe günstig bei Ängsten.

Am interessantesten ist jedoch die Einnahme von Zink. Zink ist ein wichtiger Baustein der Neurotransmitter. Bei vielen Vergifteten ist ähnlich wie beim Magnesium, der Blutwert von Zink völlig ok. Das bedeutet aber eben nicht, daß die Zellen ausreichend damit versorgt sind. Es lohnt sich kurzfristig 20-30mg auszuprobieren. Unter ärztlicher Anleitung können es deutlich mehr sein. Mittelfristig würde ich zu 10mg raten, aber immer wieder Pausen machen, um zu sehen ob nicht das Zink Beschwerden verursacht. Meist sind es die Anhänge, die das Zink verwertbar machen und zugleich eine Belastung darstellen. Gebunden an Aminosäuren oder Zucker wie Gluconat, also organisch chelatiert wird Zink besser vertragen, als in Form von anorganischen Salz wie Zinkcitrat oder Zinkoxid.

Die meisten Neurotransmitter wirken dämpfend auf das Nervensystem, daher ist eine gute Zinkversorgung bei einem Mangel in den Zellen essentiell für die Minderung der Ängste. Vorteil ist die schnelle Wirksamkeit. Schon nach 2-3 Tagen sieht man, ob es was gebracht hat oder nicht. Um die Zinkvoräte zu füllen braucht es Monate. Bei hoher Dosierung über Monate muss Kupfer ergänzt werden. Bei 10mg pro Tag ist das nicht erforderlich.

Um sich aus den ungünstigen Assoziationen besser zu befreien, ist es wichtig sich auf etwas Neues mit ganzer Hingabe zu konzentrieren. Ängste neigen zur Bildung von festen Verbindungen, die immer wieder aktiviert werden können. Andererseits können wir durch Ablenkung und Konzentration neue Verbindungen ohne Angst aufbauen und damit die Beschwerden überwinden.

Im Yoga gibt es Augenübungen, die sich ebenfalls mit Erfolg bei Ängsten anwenden lassen. Gerade posttraumatische Belastungsstörungen sind gut durch Yoga zu heilen. Feldenkrais Übungen sind auch sehr gut, um neue Nervenverbindungen zu schaffen. Jede neue Sportart mit komplexen Bewegungsabläufen kann hierbei sinnvoll sein.