Entgiften

Systemisches Denken notwendig

Die westliche Medizin fußt auf Erkenntnissen zur Wirkung von Stoffen auf den menschlichen Körper. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Wirkung baut sich ein gewaltiges Potenzial an Wirkstoffen auf. Immer potentere Stoffe sollen uns gesund machen. Bei dieser Denkweise wird übersehen, dass eine Krankheit keine einzeln zu betrachtende Funktionsstörung ist. Krankheit ist immer eine systemische Störung von fein ausbalancierten Gleichgewichten. Hier nach Ursachen zu forschen ist oft unzweckmäßig, da hinter allem eine enorme Komplexität steckt. Die lange Erfahrung mit Medizin und anderen Heilkonzepten zeigt, dass der Grundansatz der Medizin schon das Problem birgt: Zu meinen, die Einnahme irgendeines Stoffes könnte uns heilen, ist im besten Fall naiv, im schlimmsten Fall tödlich. Bestimmte Stoffe können die Hölle auf Erden bringen. Im Laufe von Jahrzehnten werden wir zu einer wandelnden Sondermülldeponie und am Ende setzen wir für die nächste Generation im Krematorium soviel Quecksilber frei, dass Krematorien die größten Quecksilberschleudern geworden sind.

Man hat zweifelsfrei festgestellt, dass auch geringe Belastungen, z.B. durch WLAN, schon gesundheitlich bedenkliche Wirkungen hervorrufen. Auch kleinste Mengen Alkohol haben bereits schädliche Wirkungen. Endokrinologen haben versuchsweise Gifte in Dosen von einem Millionstel des gesetzlichen Grenzwertes gegeben und die Dosis langsam erhöht, bis man eine Verhaltensänderung bei den Tieren beobachten konnte. Das passierte schon bei einem Tausendstel des gesetzlichen Grenzwertes.

Das Problem ist die Überlagerung von verschiedenen Belastungen durch Gifte, elektromagnetische Wellen und Stress. Die größte Belastung geht dabei von permanent vorhandenen Belastungen aus. Es ist wesentlich problematischer, dauerhaft einem Gift in winzigster Menge ausgesetzt zu sein, als eine einmalige Portion aufzunehmen. Zum einem überlagert sich die Grundbelastung extrem verstärkend über die einmaligen Belastungen, zum anderen wirkt die Dauerbelastung hinunter bis zu einer tieferen besonders schutzbedürftigen Ebene unseres Körpers. Es ist ganz besonders wichtig, schädliche Dauereinwirkungen zu finden oder zu erkennen und zu beseitigen.

Schadstoffe gehen auf die Nerven, also aufs Gehirn

Forscher fanden heraus, dass Depressionen körperlicher sind als bisher vermutet. So handelt es sich um Entzündungen, auf die der Körper mit Depressionen reagiert. Versuche mit Antibiotika deuten darauf hin, dass die Entzündung die Depression verursacht. Es gibt Hinweise auf Schwermetalle in bestimmten Hirnarealen. So vermutete der Toxikologe Dr. Max Daunderer , dass Quecksilbereinlagerungen im linken Pallidum (ein Hirnareal) Depressionen auslösen. Entzündungen sind der Versuch des Körpers, Schadstoffe aus dem Gewebe zu bekommen. Gelingt dies nicht, so kann man bei chronischen Entzündungen eine Verkalkung beobachten. Verkalkung ist wahrscheinlich nicht die letzte Option des Körpers, eine nicht entfernbare Schadsubstanz zu bekämpfen. Es ist zu vermuten, dass die zahlreichen Autoimmunerkrankungen diese letzte Option für den Körper darstellen. Dabei geht es z. B. um Fibromyalgie, ALS und MS. Auch die bei Frauen häufige Hashimoto-Erkrankung der Schilddrüse ist eine solche Autoimmumerkrankung. Das vom Immunsystem angegriffene Gewebe kann entfernt werden, und es werden dann künstliche Schilddrüsenhormone gegeben. Die Schilddrüse ist eines der Organe, die bei körperlichen Schadstoffbelastungen am stärksten betroffen sind. Ähnlich wie Nieren, Leber und Gehirn sammeln sich die Gifte an und können nur schwer wieder entfernt werden. Ob die Entfernung von betroffenem Gewebe die günstigste Variante darstellt, um das Problem zu lösen darf bezweifelt werden. Es ist jedoch die einzige, die die Medizin anbietet.

Interessanterweise kann man bei Standard-Bluttests keine relevanten Mengen von Schwermetallen erkennen. Als Philippinische Minenarbeiter eine akute Quecksilbervergiftung erlitten hatten, war im Blut alles ok. Es war eine Vollbluttanalyse, die die Schwermetallbelastung nachwies. Mit einem üblichen Bluttest wären diese schwer Erkrankten als Simulanten nach Hause geschickt worden. So konnte ihnen mit Hilfe der Gabe von oralen Chelatbildnern geholfen werden. Diese Chelatbildner werden auch eingesetzt zur Therapie von chronischen Vergiftungen. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass diese Chelatbildner auch große Mengen an Schadstoffen im Körper freisetzen und zu einer starken Vergiftung und schweren Erkrankungen führen können. Hier wird diese Art der Entgiftung nur für akute Fälle empfohlen.

Inzwischen wurden auch in den Gehirnen von Alzheimer Patienten erhöhte Konzentrationen von Quecksilber und Aluminium gefunden. https://www.amalgam-informationen.de/dokument/Hill_Schwermetalle.pdf

Wer erkrankt ist und die Erfahrung gemacht hat, dass ihn die Medizin nicht gesund machen kann, wird sich mit den Empfehlungen auf dieser Seite leichter anfreunden als Leute ohne Beschwerden, weil Gifte als die wichtigste Ursache von Erkrankungen, noch nicht allgemein erkannt ist.

Die 3 Phasen der Entgiftung nachdem die Zähne saniert wurden ergänzen die Spiritusliber Methode

  1. Phase: Meine Empfehlung ist, zuerst und quasi sofort die Ernährung zu verbessern. Anschließend schaut man sich die empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel an. Nummer Eins ist Magnesium. Da geht es nur um die individuell verträglichste Form. So gerüstet braucht man einen Zahnarzt mit Expertise bei der Entfernung von Amalgamfüllungen. Nach der Entfernung sollte man nur die Vulkanerde Bentonit, Chitosan oder Pektin zur Bindung von Giften im Darm nutzen. Alles andere könnte zuviel Gift mobilisieren. Selbst harmloses Bentonit sorgt durch die Entgiftung des Darmes für ein osmotisches Gefälle. D.h. die Konzentration von Schwermetallen und anderen Giften wird soweit verringert, daß im Körper eine Verschiebung in Richtung dieses Gefälles beginnt. Insbesondere die Leber erhält ein starkes Signal zur Entgiftung. Das kann anfangs starke Beschwerden verursachen, ist aber keine Nebenwirkung des Bentonit, sondern der starke Start körpereigener Entgiftung. Wer hiermit zu kämpfen hat reduziert die Dosis auf eine Messerspitze pro Tag oder probiert erstmal die anderen Empfehlungen. Nach Abschluss der Zahnsanierung läuft die Zeit für uns. Der Körper entgiftet ohne Hilfe sehr langsam, aber heilt die Beschwerden nicht zu 100%. Empfehlenswert ist eine umfassende Optimierungsstrategie für die Gesundheit mit allen Aspekten und vor allem Geduld. Später, wenn man sich kräftiger fühlt, kann man immer noch beschleunigen.

Wirklich wichtig ist der Schutz und die Stärkung der Leber. Während wir entgiften wird die Leber immer wieder überhäuft mit den freigesetzten Giften. Nach der Entgiftung des Darmes mit Bentonit, können wir uns schon um unsere Leber kümmern. Artischocke und Mariendiestel sind erst Wahl beim Schutz und Stärkung der Leber. Auch hier heißt es mit kleinen Mengen zu starten und langsam zu steigern. Mariendiestel kann mit 50mg einmal pro Tag zu den Mahlzeiten bis auf 150mg dreimal am Tag gesteigert werden. Wie bei allen Stoffen die wir einnehmen benötigt der Körper lange Phasen in denen wir damit pausieren, um alle Reste dieser Stoffe komplett loszuwerden.

2. Phase (frühestens 3 Monate nach der Zahnsanierung): Ich empfehle testweise Sauna und mehr Bewegung, um die Schweißproduktion zu steigern. Die Wirkung von 1 Liter Schweiß kann man mit der Wirkung von einer Tagesdosis von Chelatoren wie DMPS und DMSA vergleichen. Es ist eindeutig sicherer und nebenwirkungsärmer durch Schwitzen zu entgiften, als durch chemische Chelatoren. Jetzt kann auch versucht werden, Bärlauch einzusetzen. Alternativ könnte auch Ziegenmolke oder notfalls Kuhmolke zur Steigerung der Gluthationproduktion eingesetzt werden. Ausprobieren geht über studieren. Auch liposomales Glutathion ist einen Versuch wert. Nach meiner Erfahrung das wertvollste Mittel zur Entgiftung, weil sich die Nebenwirkungen in Grenzen halten und eine Rückvergiftung bei richtiger Anwendung unwahrscheinlich ist. Liposomales Glutathion verbraucht nicht die körpereigenen Mineralvorräte.

Man kann es praktisch nicht vorhersagen, wer auf welche Mittel günstig reagiert. Wichtig ist, immer wieder Erholungspausen einzulegen. Die Fortschritte sind sehr individuell. Wichtig ist es, dranzubleiben. Es lohnt sich verschiedene Methoden auszuprobieren. Ich rate zur größtmöglichen Vorsicht beim Einsatz von Stoffen, die helfen sollen – immer nur ganz langsam einsteigen und eventuell auch ganz langsam aussteigen. Wer empfindlich ist wird wissen, was ich meine.

Folgende Stoffe ergänzen die Entgiftung und stabilisieren die Entgiftungsfunktionen, in der Reihenfolge wie sie ausprobiert werden sollten:

Magnesium (Magnesiumbiglycinat, Magnesiumaspartat o.a.), Zink,  Vitamin B als Gruppe (Vitamin B12 nicht als Cyanocobalmin sondern z.B. als Hydroxocobalmin und noch besser als Adenosinocobalmin), Vitamin D (bitte nur wenig, am besten selbstproduziert in der Haut mittels UVB Strahlung),Vitamin C (vorsichtig anfangen), Vitamin E (bitte nur die natürliche Form).

Alles bitte nur in Maßen einnehmen und immer wieder komplette Einnahmepausen von mindestens einer Woche einlegen. Es gibt Leute die leiden unter den Nebenwirkungen von NEMs ohne es zu merken.

Ab hier stehen die Stoffe, die viel Schwermetalle binden:  

Pektin, modifiziertes Citrus Pektin MCP, niedermolekulares Pektin (ähnlich MCP), Bentonit, Zeolit, Curcuma, Huminsäuren, Bärlauch,  Chlorophyll, Weizengraspulver (Superoxiddismutase), Sauerkraut und andere Ballaststoffe.

3. Phase: Ich empfehle vorsichtig und möglichst früh liposomales Glutathion zu verwenden. Am sichersten startet man mit 50-100mg Glutathion in liposomaler Form. Normales Glutathion ist nicht geeignet, weil es im Verdauungsystem zersetzt wird oder durch den langen Aufnahmeweg über den Darm, dann schon mit Gift beladen in den Zellen seine Fracht ablädt. Liposomales Glutathion ist sehr kräftig in der Entgiftung ohne dabei die Giftspreicher zu mobilisieren und eine unerwünschte gefährliche Umverteilung zu bewirken. Gerade für sehr empfindliche Leute ein sanfter und potenter Start aktiver Entgiftung. Besonderer Vorteil ist, das liposomales Glutathion keine Mineralien verbraucht. es wirkt sowohl im Darm, in der Leber und im Nervensystem positiv und gleichzeitg. Nach Gewöhnung an die Höchstdosis von 400mg pro Tag für maximal 3 Wochen im Stück, kann zusätzlich Vitamin C und R-ALA eingesetzt werden. Beides mobilisiert stark und sollte unbedingt durch die stärker bindenden Stoffe wie MCP, Liposomales Gluthation und/oder Bentonit ergänzt werden. Als finale Methode für Entgiftung der Schwermetalldepots empfehle ich nach heutigen Kenntnisstand die Kombination von MCP und ALA.

Stark mobilisieren und nur schwach binden:

R- Alphaliponsäure, Olivenblattextrakt

Taurin, MSM, SAM,  NAC, Selen,  organisches Germanium, Molybdän, Chlorella (gefährlich gerade in kleiner Menge), Sprirulina, AFA und Ferrulith. Starke Mobilisatoren sollten erst angewendet werden, wenn die reinen Binder keinen Fortschritt mehr erzielen. Grundsätzlich sollte man diese Stoffe langsam in der Dosis steigern und nur Kurmäßig anwenden. Das gesamte System braucht Phasen der Erholung! Natürliche Quellen sind zu bevorzugen, da die Stoffe leichter und langsamer aufgenommen werden. Auch sind natürlicherweise zusätzlich benötigte Stoffe in natürlicher Quelle dabei. Beispiel Nüsse: Sie liefern nicht nur Zink in verträglicher Form, sondern Kupfer in entsprechender Menge so das ein Kupfermangel als Folge von Zinkzufuhr ausgeschlossen ist.

Vorsicht, Vorsicht und nochmals Vorsicht!

DMSA und DMPS können in Deutschland nur durch Ärzte bei akuten Vergiftungen eingesetzt werden. Im seltenen Fall einer akuten Vergiftung sind sie sinnvoll. Bei chronischen Vergiftungen können sie selten eine starke Verschlechterung bewirken, weil sie das beschädigte Entgiftungssystem durch Freisetzen von Giften aus Speichern belasten. Es kommt zu Schäden durch die eigenen Gifte. Dabei können bislang nicht beschädigte Nerven verletzt werden, im schlimmsten Fall entstehen Autoimmunkrankheiten oder Lähmungen. Das passiert bei vielen Leuten schon durch die Einnahme der hier aufgelisteten Nahrungsergänzungen. Im Rahmen des Cutler-Protokolls kann diese Wirkung minimiert werden. Ich würde erst das körpereigene Glutathion (GSH) System soweit aufbauen, dass es einem gut geht und man die Belastungen durch das Räumen von Giftspeichern ertragen kann. Die gehirnentgiftende Wirkung von ALA ist umstritten. Wahrscheinlich hilft ALA die natürliche Entgiftungsfunktionen der Gehirnzellen zu stärken.

Nach der größtmöglichen körperlichen Entgiftung verlagern sich die Beschwerden auf die Psyche, das Gehirn und das Rückenmark. Das ist keine Umverteilung, sondern die natürliche Reihenfolge in der der Körper entgiftet. Das kann frustrieren, wenn man immer stärker mit psychischen Problemen zu tun hat. Mit einem guten Management von Zeit, Ernährung, Bewegung, Belastung und Erholung wird man auch diese letzte Phase überstehen. In dieser Phase sehe ich die Stärken des Cutler Protokolls, weil die erreichte körperliche Stabilität zum intensiven Entgiften speziell von Gehirn und Nervensystem genutzt werden kann.

Meine eindringliche Bitte an Alle, die sich als schwermetallbelastet sehen: Bitte ganz viel Geduld mitbringen. Den Körper entgiftet man nicht mal eben, mit ein paar Smoothies. Die extrem giftigen Stoffe stecken in allerkleinster Menge verteilt im gesamten Körper. Sie stecken in Kompartimenten mit völlig unterschiedlichen Stoffwechselprozessen. Sie zu entfernen ist gefährlich wie ein Giftmülltransport. Sie dort zu belasten ist keine gute Option, da sie über Jahrzehnte schaden. Im Alter haben wir dann kaum noch Möglichkeiten diesen Giftmülltransport zu leisten. Ich bin davon überzeugt meine beiden Eltern, durch diese Problematik, viel zu früh verloren zu haben.

Immer wieder werde ich gefragt, warum die Entgiftung mit egal welcher Methode so langsam geht und wie man das Entgiften beschleunigen kann. Leider ist noch keine schnellere Methode, als die hier vorgestellte gefunden worden. Wenn man konsequent entgiftet, geht es immerhin langsam voran. Das sollte Bestätigung und Motivation sein, weiterzumachen, egal wie lange es dauert.

Synergetische Effekte von Giften

Der Kern der Problematik von Vergiftungen in einer Größenordnung an der unteren chemischen Nachweisgrenze wird ausgedrückt durch die Grundformel LD1 + LD1 = LD100. LD 1 ist dabei die sogenannte lethale Dosis für ein Gift an einer 100er Gruppe von Versuchstieren. Gibt man einer Gruppe von Ratten gerade soviel Gift, z.B. Blei, das eine von 100 Ratten stirbt, so hat man die tödliche Dosis von LD1 für Blei. Gibt man einer zweiten Gruppe eine entsprechende Menge Quecksilber, dann hat man die LD1 für Quecksilber ermittelt. Gibt man einer weiteren Gruppe beide Gifte in der LD1 Dosierung, dann sterben alle Ratten.

Aus diesem Tierversuch lernen wir die wohl wichtigste Regel für subakute Vergiftungen auch beim Menschen: Gifte addieren sich nicht, Gifte multiplizieren sich nicht einmal, sondern Gifte potenzieren sich gegenseitig in ihrer toxischen Wirkung. Alle Überlegungen in Sachen gesetzlicher tolerierbarer Grenzwerte sind Makulatur, weil die Zusammenwirkung synergetisch erfolgt. Es kommt zu einer Wirkverstärkung mit unkalkulierbaren Ergebnissen. Jeder Beteiligte schiebt die Verantwortung auf die anderen Beteiligten. Konsequente Vermeidung ist der schmale Ausweg aus dem Dilemma unserer Umweltgifte.